Dojo – Regeln

RP/09.2012//FB/02/7

  1. Beim Betreten, wie beim Verlassen des dojo, wird mit einer „stillen Verbeugung“ (kei-rei) gegrüßt, der Gruß heißt: shomen-ni rei. Der sensei und andere Meister werden ebenfalls bei Begegnung so gegrüßt.
  2. Beim Betreten bzw. Verlassen der Übungsfläche (tatami) wird mit einer „Verbeugung“ gegrüßt. Ist der sensei auf der tatami wird dieser zusätzlich mit dieser „stillen Verbeugung“ gegrüßt. Dasselbe gilt, wenn ein Übender während des jugyô die tatami betritt oder verläßt – die Verbeugung gilt als Ab- bzw. Anmeldung mit dem Wort: gomen (Entschuldigung). Weiteres im jugyô.
  3. Auf der tatami/Matte spricht nur der sensei, wenn dies erforderlich ist, – die deshi üben.
  4. Saubere Sportkleidung (weißer gi), siehe RM, § 2, Nr. 8; ist Pflicht; die Weiblichkeit trägt unter der uwage immer ein T-Shirt; es wird niemals, bei keiner Witterung, Unterkleidung getragen: Keine langen Unterhosen, keine Socken, keine Unterhemden; wie auch körperliche Reinheit sind eine Selbstverständlichkeit; ebenso die Slipper (zori)), die außerhalb der tatami getragen und an der tatami abgestellt werden.
    Kurze Finger- und Fußnägel dienen der Sicherheit. Schmuck jeglicher Art und ohne Ausnahme, ist auf der tatami (auch aus Sicherheitsgründen) nicht vertretbar. Die Haare sind bei Frauen wie bei Männern so zu tragen, daß sie das Üben und die Konzentration nicht beeinträchtigen und auch den aite (Übungs-Partner) nicht über Gebühr belästigen (siehe auchBudo–Ordnung). Dieser Verpflichtung ist nachzukommen!
  5. Die tatami wird nur zum Üben betretenVor dem jugyô darf und sollte auch geübt werden. Fünf Minuten vor jugyô ist im „seiza“ abzusitzen; der erste deshi in der Reihe (höchste Graduierung) fordert zum „mokuso“, zur „stillen gedanklichen Aktivität“ auf, dabei sind die Augen geschlossen! Zum jugyô beendet der sensei mit „yame das „mokuso“, welches die deshi mit einer Verbeugung, Stirn berührt die tatami, beantworten. Anschließend fordert der erste deshi alle mit „sensei-ni-rei“ zum kei-rei. Der jugyô endet, wie begonnen!
    Das Reinigen und Wischen, soji, der tatami, des dojo vor dem jugyô (Unterricht) ist eine respekterweisende Disziplinübung, geistige Erziehung, sollte für jeden deshi eine selbstverständliche Ehre sein!
  6. Im dojo und seinem gesamten Zugangsbereich sind Getränke, Speisen, Rauchen, Handy etc. aus Gründen der saho (Etikette) sowie der Sauberkeit und der Ruhe nicht zulässig.
  7. Unterhaltungen, die den jugyô oder die heilende und erholsame Atmosphäre stören könnten, dies gilt auch für Besucher, sollten vermieden werden und haben im dojo keinen Raum und Platz.
    Siehe dazu den Aushang: „Atmosphäre im dojo“!
  8. Die Dojo-SatzungHaus –  und Budo–Ordnung sind zu beachten.
    Die Dojo-Leitung ist weisungsbefugt.
  9. SICHERHEIT/VERANTWORTUNG: HAFTUNG: Dieses dojo haftet nur für Personen- und Sachschäden, soweit dies in ihrer Verantwortung liegt (siehe RM § 2, Nr. 15). Beim jugyô haftet jeder deshi für sein eigenes Handeln (ein Werfender ist immer der Verantwortliche, wenn sein uke mit einem anderen zusammenstößt). Die Benutzung der Sportgeräte ist ohne Erlaubnis der Aufsichtsperson nicht statthaft!!
  10. Ein Budo-ka lernt beständig, Kampfeswut und falschen Mut zu bändigen. Anstand, Höflichkeit, Hilfsbereitschaft, Respekt sind eine beständige Bemühung um die wahre Geisteshaltung. Ehrlichkeit und die Vervollkommnungsfähigkeit des seikaku (Charakter) sind ein bewußtes Streben auf dem Weg (DO) zum Ziel. Es ist der Weg (DO) den jeder anstrebt und die Sichtbarwerdung im täglichen Leben und im Umgang mit anderen Menschen.

    Die ETIKETTE, das saho (dojo-kun und dojo-ken) mit ihren Regeln im dojo ist das höchste Gesetz im Budo und es ist für alle Budo-ka eine besondere Ehre (giri) und ein freudiges Streben, dies zu lernen, zu beachten und auch einzuhalten.
    Dazu gehört auch das Abstempeln des Jugyô-Nachweises.

 

 

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